| Größte Anlage zur biotechnologischen Herstellung von Biokraftstoffen aus Stroh wird gebaut |
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München, 22.07.2010: Die bislang größte Anlage zur
biotechnologischen Herstellung von klimafreundlichem Bioethanol der
zweiten Generation, sogenanntem Cellulose-Ethanol, aus Stroh soll bis 2011 in Straubing gebaut werden. Das Gesamtvorhaben mit einem
Volumen von insgesamt rund 28 Mio. Euro umfasst Investitionen in Höhe
von rund 16 Mio. Euro und begleitende Forschungsvorhaben in Höhe von
knapp 12 Mio. Euro. Diese und weitere im Zusammenhang mit dem Projekt
stehende Forschungsvorhaben werden von der Bayerischen Staatsregierung
und dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit jeweils
rund 5 Mio. Euro unterstützt. In unmittelbarer Nähe des neuen
bayerischen BioCampus in Straubing wird diese Demonstrationsgroßanlage
ab Ende 2011 jährlich bis zu 2.000 Tonnen des Kraftstoffs Bioethanol aus
Agrarreststoffen, wie etwa Getreidestroh, herstellen. "Gegenüber den heute bereits
genutzten Biokraftstoffen der ersten Generation wie etwa dem Biodiesel,
die den Kraftstoff aus öl- und stärkehaltigen Pflanzenbestandteilen
gewinnen, haben die Biokraftstoffe der zweiten Generation wie
Cellulose-Ethanol große Vorteile. So haben sie eine deutlich bessere
Klima- und Energiebilanz, da beispielsweise ihr CO2-Einsparungspotenzial
signifikant höher ist. Zudem stehen sie nicht in Konkurrenz zum Anbau
von Nahrungs- und Futtermitteln", so Dr. von Au, Vorstandsvorsitzender bei der Süd-Chemie AG. Bei dem seit
Anfang 2009 in einer Pilotanlage getesteten sunliquid®-Prozess handelt
es sich um ein innovatives Verfahren zur kostengünstigen und
energieeffizienten Herstellung von Bioethanol der zweiten Generation.
Hierzu werden zellulosebasierte Pflanzenbestandteile, wie etwa Weizen-
und Maisstroh, Bagasse aus Zuckerrohr oder sogenannte Energiepflanzen,
mit Hilfe von biotechnologisch hergestellten Enzymen zunächst in
Zuckerbestandteile umgewandelt, aus denen dann der Kraftstoff Bioethanol
gewonnen wird. In dem Verfahren können neben Cellulose
ebenfalls die sogenannten Hemicellulosen der Pflanze zu Ethanol
umgesetzt werden. Dies ermöglicht eine bis zu 50-prozentige Steigerung
der Ethanolproduktion gegenüber herkömmlichen Technologien. Weiterhin
können die notwendigen Enzyme zur Umsetzung der Cellulose auf den
jeweiligen Ausgangsrohstoff hin optimiert und direkt in der
Produktionsanlage vor Ort hergestellt werden. Dies gewährleistet die
zugleich leistungs- und kostenoptimierte Bereitstellung der Enzyme. Kontakt: Süd-Chemie AG Patrick Salchow Tel.: 089/ 5110250 |











